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Kaufkraft der Europäer steigt 2026 auf 21.153 Euro

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Kaufkraft der Europäer steigt 2026 auf 21.153 Euro


NIQ Kaufkraft 2026 für Europa ist ab sofort verfügbar

Bruchsal, 29. Oktober 2026 – Die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft in Europa erhöht sich 2026 auf 21.153 Euro. Die Unterschiede zwischen den 42 untersuchten Ländern bleiben jedoch erheblich: So haben die Menschen in Liechtenstein, der Schweiz und Island ein deutlich höheres verfügbares Nettoeinkommen als im Rest Europas, während die Kaufkraft in der Ukraine, im Kosovo und in Moldawien am niedrigsten ist. Darüber hinaus zeigen die aktuellen Daten mehrere Veränderungen innerhalb des europäischen Kaufkraftrankings. Das zeigt die neue Studie „NIQ Kaufkraft Europa 2026“, die ab sofort verfügbar ist.

Insgesamt beläuft sich die Kaufkraft der Europäer im Jahr 2026 auf rund 14,5 Billionen Euro. Dieses Budget steht für Ausgaben in Bereichen wie Wohnen, Konsum, Dienstleistungen, Energie, Mobilität, private Altersvorsorge oder Freizeit zur Verfügung. Rechnerisch entspricht dies einer durchschnittlichen Kaufkraft von 21.153 Euro je Einwohner. Gegenüber dem revidierten Vorjahreswert ergibt sich damit ein nominales Wachstum von 4,4 Prozent. Wie groß das tatsächlich verfügbare Budget für Konsum und Sparen ausfällt, unterscheidet sich innerhalb Europas jedoch weiterhin deutlich.

Kaufkraftverteilung in Europa: Norwegen rückt um fünf Plätze nach vorne

Wie in den Vorjahren liegt Liechtenstein auch 2026 auf dem ersten Platz des europäischen Kaufkraftrankings. Die Liechtensteiner verfügen über eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 78.520 Euro, was dem 3,7-Fachen des europäischen Durchschnitts entspricht. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Schweiz und Island. Während die Pro-Kopf-Kaufkraft der Schweizer mit 54.730 Euro rund 2,6-mal so hoch ist wie die des Durchschnittseuropäers, stehen den Isländern 44.692 Euro pro Kopf zur Verfügung. Damit übersteigt die Pro-Kopf-Kaufkraft in Island den europäischen Durchschnitt um mehr als das Doppelte.

Kaufkraftranking Europa (Top 10)

Ranking 2026 (Vorjahr)StaatEinwohnerKaufkraft 2026 pro Einwohner in €Kaufkraft­index Europa*
1 (1)Liechtenstein40.88678.520371,2
2 (2)Schweiz9.051.02954.730258,7
3 (4)Island394.32444.692211,3
4 (3)Luxemburg690.95943.840207,2
5 (10)Norwegen5.627.40035.947169,9
6 (5)Dänemark6.025.60334.344162,4
7 (7)Irland5.440.27831.930150,9
8 (8)Österreich9.219.11331.454148,7
9 (9)Deutschland83.577.14031.193147,5
10 (6)Vereinigtes Königreich69.483.93929.921141,4
 Europa gesamt686.116.22421.153100,0

Quelle: © NIQ Kaufkraft Europa 2026 |  * Index je Einwohner: Europadurchschnitt = 100
Wechselkurse der Nicht-Euro-Länder: Prognose der Europäischen Kommission für 2026 zum 21.05.2026

Auch die übrigen Länder innerhalb der Top 10 weisen eine Pro-Kopf-Kaufkraft auf, die deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegt. Die größte Veränderung gegenüber dem Vorjahr entfällt auf Norwegen, das sich von Rang zehn auf Rang fünf verbessert und 2026 eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 35.947 Euro erreicht. Darüber hinaus tauschen Island und Luxemburg ihre Plätze im Ranking und belegen nun Rang drei beziehungsweise Rang vier. Deutschland liegt mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 31.193 Euro weiterhin auf Rang neun im europäischen Vergleich.

Doch nicht nur innerhalb der Top 10 ist Bewegung im Ranking erkennbar. So verbessert sich Ungarn von Rang 30 auf Rang 27 und erreicht 2026 eine Pro-Kopf-Kaufkraft von 15.105 Euro. Die Tschechische Republik gewinnt hingegen zwei Plätze hinzu und belegt mit 17.785 Euro je Einwohner nun Rang 21.

Insgesamt liegen 17 der 42 untersuchten Länder über dem europäischen Durchschnitt. Demgegenüber stehen 25 Länder mit einer unterdurchschnittlichen Pro-Kopf-Kaufkraft. Die Ukraine belegt weiterhin den letzten Rang des Rankings. Dort beträgt die Kaufkraft lediglich 3.456 Euro je Einwohner und erreicht damit rund 16 Prozent des europäischen Durchschnittswerts.

„Mit einem Plus von 4,4 Prozent wächst die Kaufkraft in Europa 2026 erneut spürbar“, erklärt Carsten Buchart, NIQ-Experte für Geomarketing. „Auffällig ist, dass sich viele Märkte Mittel- und Südosteuropas dynamischer entwickeln als große Teile Westeuropas. Gleichzeitig zählen die etablierten westeuropäischen Märkte aufgrund ihrer hohen Kaufkraft und Marktgröße weiterhin zu den wichtigsten Absatzmärkten Europas. Europa wächst damit weiter zusammen, bleibt aber ein Kontinent mit sehr unterschiedlichen Marktpotenzialen.“

Hauptstadtregionen liegen häufig deutlich über dem Landesdurchschnitt

In vielen europäischen Ländern konzentriert sich die Kaufkraft weiterhin in den Hauptstadtregionen. Besonders deutlich zeigt sich dies in Rumänien: Während die durchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft landesweit bei 11.283 Euro liegt, erreichen die Einwohner der Hauptstadtregion Bukarest durchschnittlich 22.941 Euro. Damit entspricht die Kaufkraft dort mehr als dem Doppelten des Landesdurchschnitts.

Auch in anderen Ländern weisen die Hauptstadtregionen überdurchschnittliche Werte auf. So übertrifft Paris mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 46.366 Euro den französischen Landesdurchschnitt um rund 80 Prozent, während das verfügbare Nettoeinkommen in Bratislava, Sofia, Prag, Budapest und Lissabon jeweils mindestens 25 Prozent über den nationalen Durchschnittswerten liegt.

Allerdings gilt dies nicht für alle Hauptstädte in Europa. So liegt die Pro-Kopf-Kaufkraft in Berlin mit 30.178 Euro mehr als 1.000 Euro unter dem deutschen Durchschnitt von 31.193 Euro. Noch deutlicher zeigt sich dies in Brüssel, wo die Kaufkraft sogar rund 10 Prozent unter dem Landesdurchschnitt bleibt.

Metropolregionen bündeln Europas größte Marktpotenziale

Bei der gesamten Kaufkraft stehen bevölkerungsreiche Wirtschaftsräume besonders weit oben. So verfügt die französische Hauptstadtregion Île-de-France über eine Kaufkraftsumme von rund 396 Milliarden Euro, die Lombardei über 272 Milliarden Euro und die Metropolregion Istanbul über 227 Milliarden Euro.

Die drei Regionen stehen dabei für unterschiedliche Marktprofile. Während in Île-de-France und der Lombardei eine große Bevölkerung auf eine Pro-Kopf-Kaufkraft von deutlich mehr als 25.000 Euro trifft, erreicht Istanbul trotz einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 14.411 Euro aufgrund seiner Größe ein vergleichbar hohes Marktpotenzial.

Zur Studie

Die Studie „NIQ Kaufkraft Europa 2026“ liegt für 42 europäische Länder auf feinräumigen Ebenen wie Gemeinden und Postleitzahlen vor, ebenso wie passende Daten zu Einwohnern und Haushalten sowie digitale Landkarten.

Die Kaufkraft bezeichnet das verfügbare Einkommen ohne Steuern und Sozialabgaben inklusive Transferleistungen und wird pro Kopf und Jahr in Euro als Index ausgewiesen. Die NIQ Kaufkraft bezieht sich auf die nominal verfügbaren Einkommen. Dies bedeutet, dass die Werte nicht inflationsbereinigt sind. Basis der Berechnung sind neben Daten der Einkommensteuerstatistik einschlägige Statistiken zur Berechnung von Transferleistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.

Von der allgemeinen Kaufkraft bestreiten die Verbraucher alle Ausgaben für Essen, Wohnen, Dienstleistungen, aber auch Energiekosten, private Altersvorsorge und Versicherungen sowie andere Ausgaben, beispielsweise für Urlaub, ihre Mobilität und Konsumwünsche.

Bildmaterial
Grafiken in Druckauflösung finden Sie hier.

Weitere Informationen
zu den regionalen Marktdaten von NIQ Geomarketing finden Sie hier.

Pressekontakt: Thomas Muranyi, T +49 911 395 4928, thomas.muranyi@nielseniq.com


Über NIQ

NielsenIQ (NYSE: NIQ) ist ein weltweit führendes Consumer Intelligence Unternehmen, das ein umfassendes Verständnis des Kaufverhaltens von Verbrauchern liefert und neue Wege zum Wachstum aufzeigt. Durch die Kombination einer unvergleichlichen globalen Datenabdeckung und detaillierter Verbraucher- und Handelsmessungen mit jahrzehntelanger KI-Modellierungsexpertise entwickelt NIQ Entscheidungssysteme, die Unternehmen dabei helfen, komplexe Daten in sicheres Handeln umzusetzen. 

NIQ ist in mehr als 90 Ländern tätig und deckt rund 82 Prozent der Weltbevölkerung sowie über 7,4 Billionen US-Dollar an globalen Verbraucherausgaben ab.  Über cloudbasierte Plattformen, fortschrittliche Analysen und KI-gestützte Insights liefert NIQ The Full View™ – und unterstützt Marken und Händler dabei zu verstehen, was Verbraucher kaufen, warum sie es kaufen und welche Schritte als Nächstes sinnvoll sind.